Hauptmenü
Startseite
Über uns
Angebote
Ansprechpartner
Schulleben
Termine und Pläne
Kalender
Schüleraustausch
MINT
Hölderlin Intern
Digitales Lernen
Baumaßnahmen
Bildergalerie
Impressum / Datenschutz
Neueste Artikel
Theater: Die Judith von Shimoda PDF Drucken E-Mail
„60 Jahre lang unentdeckt” wirbt ein Aufkleber auf der Buchausgabe von Bertolt Brechts Die Judith von Shimoda – Wien – Osnabrück – – Hölderlin-Gymnasium Heidelberg!
Jetzt Karten bestellen!
 
Image
 
Die erste Auflage des Suhrkamp-Verlages datiert von 2006. Die Wiener Josefstadt hatte am 11.09.08 die Uraufführung, das Theater Osnabrück am 20.09.08 die deutsche Erstaufführung. Jetzt kommt der spät und unverhofft gehobene Brecht-Schatz nach Heidelberg: Am 12. Mai hat er im Foyertheater des Hölderlin-Gymnasiums Premiere.

Zum Inhalt (Quelle: Bertolt Brecht: Die Judith von Shimoda. Nach einem Stück von Yamamoto Yuzo. In Zusammenarbeit mit Hella Wuolijoki. Rekonstruktion einer Spielfassung von Hans Peter Neureuter. Suhrkamp. Frankfurt/Main 2006. 107 S., mit Anhang 161 S.):
Der japanische Dramatiker und Romancier Yamamoto (1887-1974) veröffentlichte 1930 ein Stück über eine der populärsten Figuren aus der jüngeren Geschichte Japans, die Sängerin und Geisha Okichi. Sie wurde 1856, als die USA das Ende der japanischen Isolation erzwangen und Handelsbeziehungen forderten, ins Haus des ersten amerikanischen Konsuls geschickt, der im Stil imperialistischer Kanonenboot-Diplomatie mit der Beschießung der Hafenstadt Shimoda gedroht hatte. Es gelang Okichi, den Konsul zu besänftigen, aber ihre Landsleute, die dieses Opfer brauchten, waren noch nicht bereit, es ihr zu verzeihen. Deshalb wendet der Dichter, wie Brecht schreibt, „sein Hauptaugenmerk dem Leben seiner Heldin nach der Heldentat zu” – der traurigen Geschichte eines langsamen Untergangs der als ‘Ausländerhure’ Verfemten.

Zur Entstehungsgeschichte (Quelle: s.o.): Brecht bekam die englische Übersetzung dieses Stücks 1940 in die Hand, während er drei Sommermonate seines finnischen Exils auf dem Landgut der Schriftstellerin Hella Wuolijoki verbrachte. Sofort eingenommen von der epischen Struktur der dramatischen Biographie und ihrer ‘kleinen’ Heldin aus dem Volk, machte er sich mit Hella Wuolijoki an eine Bearbeitung für europäische Bühnen. Da sich in seinem Nachlass nur 5 von 11 geplanten Szenen und ein Rahmenspiel befanden, galt die Bearbeitung als Fragment. Ein glücklicher Fund in Hella Wuolijokis Nachlass förderte jedoch eine Fassung in finnischer Sprache zutage. Vor allem mit diesem Fund kann Hans Peter Neureuter seine These stützen, dass Brecht für den Rest des Stücks nur eine konservierende Übersetzung des englischen Texts vorgesehen hatte. Mit seiner Übersetzung der fehlenden Szenen aus dem Finnischen Hella Wuolijokis rekonstruierte er eine Spielfassung, die ein stimmiges Ganzes darstellt.

Zur Inszenierung: Uns interessiert das Werkstatthafte der Vorlage und die Behandlung des Theatralen im Stück, welches uns dadurch modern erscheint. Die Dialoge sind eingängig und ansprechend sowie auch an das Absurde des Aneinander-vorbei-Redens erinnernd. Das „Stück im Stück”, wie man es schon von Shakespeare kennt, findet seinen Meister in der zehnten Szene, welche theatrale Distanz auf einer weiteren Ebene entstehen lässt: Ein Straßensänger lobt eine reine, heldenhafte Okichi, die es so nie gab. Nicht zuletzt dadurch soll beim Zuschauer – ganz nach Brecht-Manier – ein Denkprozess ausgelöst werden und soll ein Bewusstsein der Illusion des Theaters entstehen. Den Schauplatz Japan nehmen wir ernst, ohne das überregional Bedeutende unterminieren, ohne die künstlerische Modernität entkräften zu wollen.

Trotz aller Dramatik - ein Stück voll hintergründigen Humors, mit Ecken und Kanten, von japanischem Kolorit!

Die Oberstufen-Theatergruppe des Hölderlin-Gymnasiums Heidelberg unter der Leitung von Monica Heksch  spielt am

12./13./15./16./17./19. Mai, jeweils um 19.30 Uhr
im Foyertheater im Hölderlin-Gymnasium, Eingang Friedrich-Ebert-Anlage
Einlass/Abendkasse ist jeweils ab 19.00 Uhr
Karten zu 7€ bzw. ermäßigt zu 3,50 €
Vorbestellungen bitte per E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spam Bots geschützt, Sie müssen JavaScript aktivieren, damit Sie es sehen können (Bestätigung abwarten)

Wir freuen uns, wenn Sie zahlreich erscheinen!

Monica Heksch, StR’in,
Theaterpädagogin am Hölderlin-Gymnasium Heidelberg
 
 
< zurück   weiter >

Joomla! is free software released under the GNU/GPL-License.
Joomla Template Design Copyright Kanga Internet 2008