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Krakau, Polen PDF Drucken E-Mail

Der Austausch zwischen dem Jan-Sobieski-Gymnasium in Krakau und dem Hölderlin-Gymnasium hat im Herbst 2012 bereits zum 9. Mal stattgefunden.

Wie aber kam es dazu?

 

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Dieser Austausch hat eine längere Vorgeschichte: Seit Mitte der 80er Jahre wurde in jedem Jahr für die Schüler der Jahrgangsstufe 13 eine Studienfahrt nach Südpolen angeboten. Die große Teilnehmerzahl zeigte das Interesse der Jugendlichen an diesem Land. Es handelte sich jedoch nicht um eine reine Besichtigungstour. Ein wichtiges Anliegen war, die Menschen und ihre Probleme im damals noch sozialistischen Staat kennen zu lernen. Auf diese Weise sollte Verständnis für unsere polnischen Nachbarn geweckt werden. Zahlreiche Gespräche mit Journalisten, Pfarrern, Studenten und Schülern konnten arrangiert werden.
Anlässlich eines Besuches des Jan-Sobieski-Gymnasiums in Krakau im Jahre1989 ergab sich auf beiden Seiten der Wunsch, einen Schüleraustausch zu versuchen. Dank der finanziellen Unterstützung durch die Robert-Bosch-Stiftung in Stuttgart, die vor allem Kontakte von Jugendlichen zu Polen förderte (heute hat das deutsch-polnische Jugendwerk diese Aufgabe übernommen), konnte 1990 die erste Gruppe polnischer Schüler nach Heidelberg kommen. Dieser erste Austausch war so erfolgreich, dass wir in den folgenden Jahren immer genügend Schüler fanden, die dieses Abenteuer wagen wollten. Ein „Abenteuer" ist es auch heute noch ein wenig. Unsere Schüler kommen in ein Land, dessen Sprache sie nicht beherrschen; sie lernen eine Art von herzlicher Gastfreundschaft kennen, die bei uns weitgehend verloren gegangen ist, sie treffen auf eine Gesellschaft im Umbruch mit allen Vor- und Nachteilen, wie einerseits die Hoffnung auf eine bessere Zukunft und andererseits die immer größer werdende Kluft zwischen Arm und Reich.
Dieses Problem erleben die deutschen Schüler hautnah am Beispiel der Wohnverhältnisse bei den Gastgebern. Einige Familien wohnen in einer Zweizimmerwohnung, andere in einer Villa mit riesigem Grundstück.
Außerdem lernen die deutschen Austauschpartner die Schönheiten der Stadt Krakau kennen, die reizvolle Umgebung, das weniger reizvolle, aber sehr interessante Stahlwerk im Stadtteil Nova Huta, die Hauptstadt  Warschau und auf emotional sehr intensive Weise das Vernichtungslager in Auschwitz.
Wenn auch unsere Schüler sprachlich von dem Austausch nur sehr wenig profitieren, so ist er doch sinnvoll, denn der Gewinn liegt in anderen Bereichen. Die positiven Reaktionen der polnischen und deutschen Teilnehmer auf den Austausch belegen dies.
Eine Gruppe von 18 Schülern und Schülerinnen war gerade im Oktober 2012 für 10 Tage wieder in Polen und hat erfahren können, wie lohnend es ist, den östlichen Nachbarn Deutschlands näher kennen zu lernen: Seine Geschichte, seine Annäherung an die Europäische Union und seinen Alltag. Hierzu hat die Unterbringung in Gastfamilien einen wertvollen Beitrag geleistet. Vorbereitet auf das Gastland werden unsere Schüler jeweils auf einem Einführungs-Seminar der Landeszentrale für politische Bildung in Heidelberg. Das hat sich die letzten beiden Male als besonders wichtig erwiesen, weil wir uns jeweils am Wahl-Sonntag gerade in Krakau aufhielten und die Schüler so das entsprechende Hintergrundwissen besaßen.
Obwohl der Deutschunterricht am Jan-Sobieski-Gymnasium gekürzt wurde, gab es keine Verständigungsschwierigkeiten. Beide Seiten setzten, falls nötig, mit Erfolg ihre Englischkenntnisse ein, so dass der gegenseitigen Verständigung sprachlich keine Grenzen gesetzt waren.
„Eine schöne und wichtige  Erfahrung!“ – so die einhellige Meinung auf der Rückreise und gleichzeitig eine Aufforderung, den deutsch-polnischen Schüleraustausch fortzusetzen!

 

Hier gelangen Sie zu einem Bericht über Krakau.

 

Der nächste Austausch findet 2015 statt. Im Juni 2015 besuchen wir die Schule in Krakau, unserere polnischen Austauschpartner werden im September 2015 nach Heidelberg kommen.

 

Ansprechpartnerin: Frau Cornelia Gölz.

 
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